Aktuell in der HfMM

Verleihung des Akademiepreises des Landes Rheinland-Pfalz an Birger Petersen

Mit Universitätsprofessor Dr. phil. habil. Birger Petersen wurde am 23. November 2021 eine weitere Persönlichkeit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit dem Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Die Auszeichnung wird seit 2001 jährlich an Persönlichkeiten vergeben, die im Bereich der Hochschulen des Landes herausragende und vorbildhafte Leistungen in Lehre und Forschung erbracht und maßgebend den wissenschaftlichen Nachwuchs gefördert haben. Der Preis ist mit 25.000,- € dotiert und kann nach freier Entscheidung des Preisträgers für Forschung und Lehre verwendet werden.

Foto: Prof. Dr. Margret Wintermantel, Univ.-Prof. Dr. habil. Birger Petersen, Clemens Hoch, © Ernst-Dieter Hehl

Als Komponist, Organist und Musiktheoretiker vereint Birger Petersen Kunst und Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung in einzigartiger Weise. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die Musiktheorie des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum und die Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts. Als akademischer Lehrer vermittelt er den Studierenden über ihre künstlerischen Kompetenzen hinaus die Fähigkeit zur wissenschaftlichen Reflexion.

Der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch, gratuliert dem Preisträger zu dieser Auszeichnung: „Wir freuen uns, dass ein Künstler unserer Hochschule für Musik diesen renommierten Preis für seine hervorragende künstlerische und musikpädagogische Leistung erhalten hat. Birger Petersen trägt maßgeblich zum hohen Ansehen und zur Attraktivität unserer Musikhochschule bei.“

Die Vorsitzende der Jury des Akademiepreises, Prof. Dr. Margret Wintermantel, hob die Vielseitigkeit und hohe Begabung des Preisträgers hervor: »Bei Herrn Petersen haben wir wirklich eine Ausnahmesituation. Er ist höchst beeindruckend in seiner Produktivität und im Tiefgang, den er in seinen theoretischen Arbeiten nachgewiesen hat.« In seiner Person vereine sich auf glücklichste Weise nicht nur Beruf und Berufung, sondern auch forschende und lehrende Tätigkeit.

Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, dankte der Jury für die Wahl, die in den vergangenen 20 Jahren »eine ganze Reihe der besten und interessantesten Köpfe des Landes ausgezeichnet hat. Die Liste der Preisträgerinnen und Preisträger zeigt eindrucksvoll, dass hervorragende Lehre und Forschung an allen Hochschulstandorten in Rheinland-Pfalz stattfindet. Dass dieser Preis zusammen mit der Akademie, einer wissenschaftlichen Einrichtung, die außerhalb des universitären Betriebs steht und sich eine Neutralität bewahrt, vergeben wird, ist genau die richtige Entscheidung gewesen.«

Für den Präsidenten der Akademie, Prof. Dr.-Ing. Reiner Anderl, ist diese Auszeichnung ein »langjähriger Beleg für die gute Zusammenarbeit zwischen Land und Akademie.«

In seinem Dankesvortrag, den er bei der Preisverleihung hielt, entwickelte Birger Petersen Optionen für die Musiktheorie, die er unter das Motto »Nur keine Sentimentalitäten« stellte. Für die musikalische Umrahmung sorgten Yona Sophia Jutzi und Christoph Lamprecht.

Univ.-Prof. Dr. habil. Birger Petersen studierte Musiktheorie und Komposition an der Musikhochschule Lübeck sowie Musikwissenschaft, Theologie und Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel (Promotion 2001 über die Melodielehre Johann Matthesons). Nach Lehrtätigkeiten in Lübeck, Bremen, Herford, Greifswald und Osnabrück war Birger Petersen an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in der Abteilung Komposition und Musiktheorie tätig, seit 2004 als hauptamtlicher Dozent und seit 2008 als Professor. Von 2008 bis 2011 leitete er als Sprecher das Institut für Musik. 2011 wurde er auf eine Professur für Musiktheorie an die Hochschule für Musik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen. Er ist seit 2014 Mitherausgeber des Periodikums ›Kirchenmusik‹ und war von 2014 bis 2016 Vizepräsident der Gesellschaft für Musiktheorie; 2013 (mit Univ.-Prof. Peter Kiefer) und 2015 übernahm er die künstlerische Leitung des Festivals MainzMusik. Für das akademische Jahr 2017/2018 wurde er auf ein Senior Fellowship am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald berufen. Seit vielen Jahren engagiert er sich in der Gutenberg Akademie für die Förderung exzellenten Nachwuchses in Wissenschaft und Kunst. Im Auftrag der Musica Sacra am Hohen Dom zu Mainz hat er 2019 eine oratorische Komposition verfasst, die 2019 uraufgeführt wurde.
Foto: Moritz Reinisch
 
Zur ausführlichen Biografie mit Schriftenverzeichnis und Werkverzeichnis. 

 
Birger Petersen ist nach Claudia Eder (2006) bereits der zweite Professor der Hochschule für Musik Mainz, der den Akademiepreis des Landes erhält. Weitere PreisträgerInnen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sind der Atmosphärenphysiker Stephan Borrmann (2004), die Ägyptologin Ursula Verhoeven-van Elsbergen (2007) der Mathematiker Manfred Lehn (2011) sowie die Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Damaris Nübling (2013).
 

Zur Pressemitteilung der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.
  

Erik Grevenbrock-Reinhardt erhält den GLK-Lehrpreis

Erik Grevenbrock-Reinhardt, Lehrbeauftragter für Chormusik an der Hochschule für Musik Mainz, erhält den GLK-Lehrpreis 2021 - die Verleihung fand am 28.10.2021 statt.

Grefvenbrock-Reinhardt zu seiner Lehrtätigkeit:

„In meinem Unterricht steht zu jedem Zeitpunkt das Individuum mit all seinen Neigungen, Eigenschaften, Meinungen und Talenten im Zentrum! Ich möchte durch das Einfordern und Kennenlernen der eigenen Persönlichkeit den Zugang zum emotionalisierten Ausdruck der Kunst und damit der eigenen Emotion schaffen und jeden Studierenden individuell damit fördern. Austausch und Kommunikation auf Augenhöhe waren mir dabei vor allem in den letzten drei Coronasemestern ein großes Anliegen, was den Zugang zu den Studierenden auch über das Homeoffice hinweg aufrecht erhalten konnte.“

Wir gratulieren ihm sehr herzlich zu dieser Auszeichnung und wünschen weiterhin viel Erfolg!

(Foto: Peter Kiefer)

Carlos Bruneel unterrichtet Flötenkurs an der HfM

Im Rahmen eines ERASMUS-Austauschs gibt Carlos Bruneel am Mittwoch, den 27.10. und Donnerstag, den 28.10. einen Flötenkurs für Studierende der Klasse Prof. Dejan Gavric. Wir heißen unseren Gast herzlich willkommen und wünschen allen Teilnehmer*innen einen spannenden und lehrreichen Kurs!


Zur Person:

Der Flötist Carlos Bruneel studierte Musik am Konservatorium von Antwerpen und machte seinen Abschluss im Jahr 1982 mit Auszeichnung bei Jan Van Reeth. Im selben Jahr gewann er den belgischen Radio- und Fernseh-Wettbewerb „Tenuto-competition“. Er führte seine musikalische Ausbildung in London bei Jonathan Snowdon fort und absolvierte Meisterkurse bei Aurèle Nicolet, William Bennett, Andras Adorjan und Konrad Hünteler. Julius Baker lud in an die Juilliard School of Music in New York ein.

In der Zwischenzeit erhielt er 1981 die Leitung der Flöten im „La Monnaie Symphonic Orchestra“ der belgischen Nationaloper. Seitdem gilt er als einer der aktivsten und gefragtesten belgischen Flötisten und gab Konzerte in ganz Europa, Amerika und Japan. Als Solist spielte er bereits mit zahlreichen führenden Orchestern in Belgien, etwa dem „Monnaie Symphonic Orchestra“, „BRTN Ancient Philharmonic Orchestra“, „Flanders Philharmonic Orchestra“, „Flanders Symphonic Orchestra“, und vielen weiteren Kammerorchestern wie „Prima La Musica“, „Collegium Instrumentale Brugense“, „Sinfonia“ und „La Squadra“. Dabei arbeitete er mit namhaften Dirigenten wie Alain Altinoglu, Antonio Pappano, Lothar Zagrosek, Silvain Cambreling, Friedeman Layer, Etienne Siebens und Dirk Vermeulen.

Carlos Bruneel hatte schon immer eine Leidenschaft für das Unterrichten. Im Jahr 1994 erhielt er eine Lehrposition für Flöte am Brüsseler Konservatorium und im Jahr 2013 übernahm er dort die Abteilungsleitung für Blasinstrumente. Als Gastprofessor lehrte er am Konservatorium in Den Haag und er gibt Meisterkurse in Europa sowie Japan. Seine Schülerinnen und Schüler sind in führenden Positionen und zahlreichen Orchestern und Ensembles tätig. Zudem ist er regelmäßig als Juror in internationalen Wettbewerben aktiv und dirigiert die Blasinstrumente in verschiedenen Jugendorchestern, unter anderem das „Russian National Youth Orchestra“.

Gleichermaßen aktiv ist er in der Kammermusik seiner Heimat. Er war Mitglied des „Prometheus Ensembles“ und spielt regelmäßig mit seinen Kolleginnen und Kollegen des Monnaie-Orchesters, insbesondere mit dem „Monnaie Wind Quintet“. Er gab Konzerte mit den Salzburger Orchester Solisten und spielt Solo-Rezitale mit verschiedenen Pianisten wie Jan Michiels, Levente Kende, Katsura Mizumoto, Daniel Blumenthal und Luc Devos. Liederrezitale spielte er bereits mit Yvonne Kenny und Renée Fleming – gemeinsam mit ihren Pianisten Geoffrey Parsons und Helmuth Deutch.

Zu seinen Aufnahmen gehören Rossinis Quartette für Flöte und Streicher mit dem „Monnaie String Trio“, Flötenkonzerte der Mannheimer Schule mit dem Kammerorchester „Sinfonia“, Mozart-Konzerte mit dem Kammerorchester „Prima La Musica“, romantische belgische Flöten-Sonaten mit dem Pianisten Levente Kende, Musik von Carl Reinecke mit dem Pianisten Jan Michiels, Kammermusik von Albert Huybrechts, Musik für Solo-Altflöte von Bernard Foccroulle, Kammermusik-Werke mit dem „Prometheus Ensemble“ und mit „I Solisti da Camera“ sowie mit weiteren „ad hoc“-Ensembles.

Mainzer Klangkunst beim Münsterländer Klangkunstfestival "Sound Seeing"

Beim diesjährigen "Sound Seeing"-Festival ist unsere Klangkunst-Abteilung mit mehreren Projekten beteiligt:

13.06. – 04.07.: »Sound Ortungen Nottbeck« – Wort | Klang | Natur
Eröffnung: 13.06. um 11.00 Uhr | Prolog: 12.06. »FireFly« Mitmachaktion mit Smartphones ca. 22.00 Uhr
(vom Gutenberg Lehrkolleg als innovatives Lehrprojekt ausgezeichnet)

14.06. – 21.06.: »ears & eyes« – Positionen junger Klangkunst
Eröffnung: 14.06. um 19.30 Uhr

Weitere Informationen, Impressionen und Details zur Anmeldung gibt es auf der Seite des Festivals.

Lawrence Abu Hamdan übernimmt Vertretungsprofessur Klangkunst-Komposition

Lawrence Abu Hamdan lehrt und forscht von Mai bis Dezember 2021 als Vertretungsprofessor für Klangkunst-Komposition an der Hochschule für Musik Mainz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Lawrence Abu Hamdan schloss sein Bachelorstudium in Sonic Arts 2007 an der Middlesex University in London ab, sein Masterstudium am Centre for Research Architecture des Goldsmith College der University of London schloss er 2010 mit dem Master of Arts ab. 2016 wurde ihm ebenfalls vom Goldsmith College für seine Thesis Aural contract: investigations at the threshold of audibility der PhD verliehen.

Die Auszeichnung mit dem renommierten Turner Preis im Jahr 2019 machte den Künstler Lawrence Abu Hamdan einer großen Öffentlichkeit bekannt. Die für die Nominierung des Preises ausgewählte Ausstellung Earwitness Theatre, die unter anderem am Institute of Modern Art in Brisbane, dem Contemporary Art Museum St. Louis, dem Witte de With Center for Contemporary Art in Rotterdam, den Tate Modern Tanks in London und der Chisenhale Gallery in London gezeigt wurde und die Video-Installation Walled Unwalled und weitere Arbeiten weisen ihn als Grenzgänger zwischen Technik und Kunst aus, als „Audioermittler“, der sich immer wieder mit forensischen Untersuchungen - z.B. in Zusammenarbeit mit der Agentur Forensic Architecture am Goldsmith College - beschäftigte. So gelang es Lawrence Abu Hamdan in Zusammenarbeit mit Amnesty International und Forensic Architecture, auf der Grundlage von Ohrenzeugen, die im Gefängnis von Saidnaya in Syrien inhaftiert waren, die bis dahin unbekannte Architektur des Gebäudes zu rekonstruieren.

2016 erhielt er den Nam June Paik Award, im Jahr 2019 wurde ihm der Edvard Munch Award zugesprochen.

Seine Werke sind in die Sammlungen bedeutender Museen, darunter MoMA, Guggenheim Museum, Van Abbe Museum Eindhoven, Centre Pompidou und Tate Modern aufgenommen.

 

Foto © Myriam Boulos

Klangkünstlerin Anahita Ghasemi Nasab in „Zweitstelle“

 

Die „Zweitstelle“ ist ein Showroom im Mainzer Stadtzentrum, in unmittelbarer Nähe zur Ludwigsstraße, den die Künstlerin Christiane Schauder für ein Jahr eingerichtet hat. Sie dient zur Ausstellung eigener Arbeiten und von Werken befreundeter Künstler*innen sowie zur Veranstaltung von Lesungen, Performances, Videoshows und anderem.

Für April und Mai hat sie die iranische Künstlerin und Mainzer Klangkunst-Studentin Anahita Ghasemi Nasab mit „Jurwajur“ (deutsch: „Vermischt“) eingeladen. In ihrer Ausstellung präsentiert diese multimediale Arbeiten mit verschiedenen Schwerpunkten: Von Foto- und Videoperformances über Text und Stimmen aus dem Wasser bis hin zu leeren Leinwänden, die mit versteckten Klängen gefüllt sind. Die Werke fordern die Vorstellungskraft und Wahrnehmungsgewohnheiten des Publikums heraus. Anahita Ghasemi Nasab lädt die Besucher in ihren persönlichen Raum ein, um durch physische Interaktion Teil des Werkes zu werden. Weitere Ausstellungen von Klangkünstler*innen der Hochschule für Musik Mainz sind für 2021 in Planung.

Die Ausstellung läuft vom 28. April bis zum 19. Mai. Die Fensterinstallationen laufen immer mittwochs und donnerstags von 15 bis 18 Uhr und können von außen, also ohne Termin, besucht werden. Für die anderen Installationen in der Gallerie sind die Öffnungszeiten immer freitags und samstags von 14 bis 18 Uhr - eine vorherige Anmeldung bei der Künstlerin (Telefon: 0151 66215370; E-Mail: anahita.ghasemi.nasab@gmail.com) ist durch die Corona-Auflagen erforderlich.

Weitere Informationen folgen in Kürze auf der Homepage von Christiane Schauder.

Im Sensor-Magazin ist zudem eine Ankündigung erschienen.

Digitale Ausstellung zu Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven – Aufbruch in die bürgerliche Musikkultur

Digitale Ausstellung im Haus Rheinland-Pfalz in Dijon

Im Dezember 2020 wurde der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens gefeiert; das Haus Rheinland-Pfalz hatte dazu eine Ausstellung vorgesehen, die nun zum Jahresende 2021 gezeigt werden wird. Eine virtuelle Version ist seit dem 26. März 2021 als digitale Ausstellung verfügbar.

Prof. Dr. Stefanie Acquavella-Rauch und Prof. Dr. Birger Petersen, die die Ausstellung konzipiert haben, nehmen mit auf eine Reise über die Musik und die Person Ludwig van Beethovens. Die Ausstellung will Beethoven als (musik)politische Figur portraitieren – allerdings nicht dem Ansatz folgend, der Beethoven wahlweise zum »Revolutionär« oder zum einsamen Opportunisten von Adelskreisen macht: Der im Bonner Hofdienst sozialisierte Beethoven bewies vielfach seine Souveränität im Kontakt mit dem Wiener Hochadel, die es ihm gleichzeitig erlaubte, radikal mit den althergebrachten höfischen Strukturen zu brechen. Teil dieses politischen Handelns war Beethovens Komponieren, inszenierte er sich doch ganz im Sinn der neu aufkommenden Ästhetik als musikalisches Genie.
Mit Beethoven beginnen aus der Verantwortung führender aristokratischer Kreise heraus gleich mehrere Elemente der bürgerlichen Musikkultur – verstanden als Paradigma: als neuartige Rezeptionshaltung in musiksoziologischer Perspektive, die Ausstrahlung besitzt bis weit in die Gegenwart, aber auch als epochales Ereignis, das mit Beethoven nachweislich raumgreifend wird. Beethovens Musik wurde in den neu entstehenden Konzertsälen gespielt, seine Musik konnte im großen Stil durch das explodierende Musikverlagswesen erworben werden und er bot mit seinem Image genug Projektionsfläche für eine breit angelegte Rezeption.

Die Ausstellung ist auf deutsch und französisch verfügbar unter
https://maison-rhenanie-palatinat.org/ausstellung-ludwig-van-beethoven-aufbruch-in-die-burgerliche-musikkultur/.

Erneute großzügige Unterstützung für Musik-Studierende durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

Im Dezember 2020 hat der Stiftungsrat der Ernst von Siemens Musikstiftung beschlossen, ein weiteres Mal zwei Millionen Euro für Musikstudierende der 43 Musikhochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die durch die Corona-Einschränkungen in Not geraten sind, zur Verfügung zu stellen. Auf die Hochschule für Musik Mainz entfiel dabei ein Förderanteil von 21.000 €, mit dem 42 Studierende aus allen Abteilungen mit einer Fördersumme von je 500€ direkt unterstützt werden konnten.

Für die Studierenden, die ohne eigenes Verschulden in teilweise schwerste finanzielle Schieflagen geraten sind, ist diese Zuwendung – mitten im erneuten Lockdown und mit den anhaltenden Herausforderungen für Musikschaffende – eine große Unterstützung: „Unsere Studierenden blicken angesichts der massiven Einschnitte, die der Kulturbetrieb in diesen Zeiten erfährt, teilweise sorgenvoll in die Zukunft“, so Rektor Prof. Dr. Immanuel Ott. „Das Hilfsprogramm der Ernst von Siemens Musikstiftung bietet deshalb neben der finanziellen Hilfe vor allem auch Anerkennung und Wertschätzung ihrer künstlerischen Arbeit und ist ein wertvolles Zeichen, dass es weiterhin Akteure gibt, für die Musik von herausragender Bedeutung und eine Förderung wert ist. Dafür gilt der Stiftung größter Dank.“

Die Ernst von Siemens Musikstiftung ist ein private, gemeinnützige, in der Schweiz ansässige Stiftung, die sich auf vielfältige Art und Weise für die zeitgenössische Musik und die Förderung junger Musikschaffender engagiert. Bereits im Sommer 2020 war die Freude an den Musikhochschulen groß, als die Stiftung im Rahmen eines ersten Nothilfeprogramms schnell und unbürokratisch zwei Millionen Euro Fördermittel verteilen konnte. Auf die Hochschule für Musik entfiel damals ein Anteil von 16.900 Euro, der anteilig an über 40 Studierende ausgezahlt wurde. Die Vergabe der Nothilfe wurde in beiden Fällen von den Hochschulen in eigener Verantwortung unter Berücksichtigung des Kriteriums der Bedürftigkeit organisiert.

Wir möchten uns bei der Stiftung sehr herzlich für diese großzügige und wichtige Unterstützung der Studierenden bedanken!

Wingel Pérez Mendoza beim Aschermittwoch der Künste in Fulda

Das Bistum Fulda lud Künstlerinnen und Künstler ein, am Aschermittwoch im Rahmen eines Gottesdienstes Bild- und Klangwerke aus eigenen Arbeitsräumen zu präsentieren.

Insgesamt 38 Bildobjekte und etwa 20 Klangwerke kamen auf diese Art und Weise zusammen und traten in Beziehung zum Raum der Michaelskirche. Die etwa 20 Klangwerke fügte der Komponist und Soundkünstler Wingel Pérez Mendoza (Klasse Prof. Peter Kiefer) zu einem „Hörstück“ zusammen: "Verbundene Räume"  In Fulda war Mendoza zuletzt bei der langen Nacht der Museen 2019 mit „Paper Whisper“ im Dommuseum zu hören.

Auf dieser Seite ist das Projekt dokumentiert und kann man die Klangwerke anhören.

Beraten und unterstützt wurde Projekt von Prof. Hans-Jürgen Kaiser (Orgelimprovisation an der HfM Mainz sowie Domorganist in Fulda) und Prof. Peter Kiefer (Komponist, Klangkünstler und Leiter des Studiengangs Klangkunst-Komposition). - Auch Prof. Christopher Miltenberger und seine Klasse sind mit einem kurzen Hörstück Teil des Projekts.

In Fulda war Mendoza zuletzt bei der langen Nacht der Museen 2019 mit „Paper Whisper“ im Dommuseum zu hören.