Wolfram Koloseus

Wolfram Koloseus ist Professor für Orchestererziehung und Partienstudium an der Hochschule für Musik Mainz in der Johannes Gutenberg-Universität.

Die musikalische Ausbildung Wolfram Koloseus begann bereits früh. Von 1974 bis 1977 war er Mitglied der Wiener Sängerknaben, seine musikalische Orientierung wurde in dieser Zeit wesentlich durch den inspirierenden musikalischen Leiter und Pädagogen des Instituts, Prof. Dr. Hans Gillesberger, beeinflusst. Von 1979 bis 1981 studierte er Violoncello am Konservatorium der Stadt Wien, von 1981 bis 1983 folgten Studien zur Korrepetition bei David Lutz. Ein Jahr später schloss er die Schule am Wiener Musikgymnasium mit dem Abitur ab. Von 1982 bis 1989 folgte ein Orgelstudium bei Prof. Leopold Marksteiner am Konservatorium der Stadt Wien, von 1985 bis 1989 studierte er Dirigieren bei GMD Reinhard Schwarz am Konservatorium der Stadt Wien - beide Studiengänge schloss er jeweils mit Auszeichnungen ab.

Von 1983 bis 1989 war er als Konzertorganist in Wien tätig, u.a. als Orgelsolist der Wiener Philharmoniker, als hauptamtlicher Organist der Pfarre St. Ulrich in Wien VII und als Organist bei Konzerten im Wiener Musikverein, im Wiener Konzerthaus und bei Konzerten der Wiener Symphoniker, dem ORF-Sinfonieorchester, der NÖ Tonkünstler, dem Ensemble Mvsica Antiqva Wien (Leitung: René Clemencic) und der Wiener Bachsolisten. Er gab Konzerte an bedeutenden Orgeln wie der des Passauer Doms, des Linzer Doms, in St. Augustin in Wien und in zahlreichen Wiener Kirchen. Als Orgelsolist trat er mit Orchestern wie den Münchner Philharmonikern (unter Horst Stein in der Philharmonie im Gasteig), den Wiener Symphonikern (unter Leopold Hager im Wiener Konzerthaus), mit dem Orchestre Philharmonique du Montpellier (unter Friedemann Layer), den NÖ Tonkünstlern (im Salzburger Festspielhaus) und in Kirchen wie dem Passauer Dom, dem Stift St. Florian (an der Brucknerorgel) und dem Dom in Montpellier.

Bis 1989 war er Korrepetitor der Gesellschaft der Musikfreunde (Wiener Musikverein) und des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, als Musikalischer Assistent bei bedeutenden Dirigenten wie Herbert von Karajan, Horst Stein, Giuseppe Sinololi, Lorin Maazel, Nikolaus Harnoncourt oder Seiji Ozawa tätig, außerdem bei den Salzburger Festspielen, den Berliner Festwochen und den Wiener Festwochen.

Koloseus ist als Dirigent an Opernhäusern wie der Semperoper in Dresden (Puccinis „Turandot“ und Humperdincks „Hänsel und Gretel“) oder der Deutschen Oper am Rhein (Opern von Mozart und Premieren zweier Operetten von Kálmán (“Die Csardasfürstin ” und “Die Zirkusprinzessin”)) und der Opernhäuser Montpellier, Leipzig, Nürnberg, Darmstadt, Halle, Oldenburg und Gera zu Gast.

Weiterhin ist er als Kammermusikpartner am Klavier in Deutschland und Japan (Tokyo und Matsue), als Konzertorganist an zahlreichen Kirchen und in Konzertsälen in Deutschland und Österreich (Großer Saal des Wiener Konzerthauses, Schubertkirche Wien, Dom zu Fulda etc.) tätig. Seit der Gründung 1992 ist er bis heute musikalischer Leiter des „Johann Strauß-Orchester Kurpfalz“.

2007 übernahm Koloseus die Professur an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Von 1989 bis 2007 war immer wieder am Nationaltheater Mannheim zu Gast, wo er24 Premierendirigate, darunter Mozarts “Don Giovanni”, Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“, Strawinskys „Le sacre du printemps“ und Lehárs „Die lustige Witwe und 20 musikalische Neueinstudierungen mit Dirigat, darunter Strauss´ „Salome“, „Elektra“, „Der Rosenkavalier“, Wagners „Der fliegende Holländer“, Puccinis, „La Bohéme“, „Tosca“, Beethovens „Fidelio“ und Mozarts „Cosi fan tutte“.

Mit dem Orchester der Hochschule für Musik Mainz, das unter seiner Leitung steht, führt er repräsentative Werke wie Beethovens "Eroica", Dvoraks „Sinfonie aus der neuen Welt“, Bartóks „Musik für Saiteninstrumente, Schlagwerk und Celesta“ oder Mozarts „Jupiter-Sinfonie“ auf. Außerdem ist er Leiter des Solistenensembles der Gesangsabteilung, die regelmäßig repräsentativen Opernproduktionen wie beispielsweise Mozarts „Zauberflöte“ und „Le nozze di Figaro“, Moritz Eggerts „Wir sind daheim“ und Rossinis „Il barbiere di Siviglia“ einstudiert und aufführt. Von 2014 bis 2015 war er Rektor der Hochschule für Musik und war seit der Gründung in 2011 bis 2017 Mitglied des Leitungsgremiums des Gutenberg Lehrkollegs GLK.

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