Wolfram Koloseus

Orchestererziehung/Partienstudium

Wolfram Koloseus ist Professor für Orchestererziehung und Partienstudium an der Hochschule für Musik Mainz in der Johannes Gutenberg-Universität.

Er ist Dirigent, Organist und gefragter Kammermusikpartner am Klavier.
Als Dirigent gastierte er an Opernhäusern wie der Semperoper in Dresden, der Deutschen Oper am Rhein, der Theater in Montpellier, Leipzig, Nürnberg und Darmstadt.
Von 1989 bis 2007 war er am Nationaltheater Mannheim als Dirigent engagiert, wo er 24 Premieren, darunter Mozarts “Don Giovanni”, Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“, Strawinskys „Le sacre du printemps“, viele Uraufführungen, Lehárs „Die lustige Witwe" und 20 musikalische Neueinstudierungen dirigierte, darunter Strauss´ „Salome“, „Elektra“ und „Der Rosenkavalier“, Wagners „Der fliegende Holländer“, Puccinis „La Bohéme“, „Tosca“, „Turandot“, Beethovens „Fidelio“ und alle großen Mozartopern.

Seit der Gründung 1992 bis heute ist er musikalischer Leiter des „Johann Strauß-Orchester Kurpfalz“.

Als Kammermusikpartner am Klavier spielt er Konzerte in Österreich, Deutschland und Japan.
Als Organist konzertiert er an zahlreichen Kirchen und in Konzertsälen in Deutschland und Österreich (Goldener Saal des Wiener Musikvereines, Großer Saal des Wiener Konzerthauses, Salzburger Festspielhaus, Linzer Brucknerhaus, Passauer Dom, Stift St. Florian (an der Brucknerorgel), Kathedrale Montpellier, Dom zu Fulda, St. Augustin Wien, Schubertkirche Wien etc.). Als Orgelsolist trat er mit Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique du Montpellier und den NÖ Tonkünstlern auf und konzertierte mit Dirigenten wie Horst Stein, Friedemann Layer, Leopold Hager und Miguel Gomez-Martinez.

2007 übernahm Koloseus die Professur an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Mit dem Orchester der Hochschule für Musik Mainz, das unter seiner Leitung steht, führt er repräsentative Werke wie Beethovens "Eroica", Dvoraks „Sinfonie aus der neuen Welt“, Bruckners 7. Sinfonie, Bartóks „Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta“ oder Mozarts „Jupiter-Sinfonie“ auf.
Außerdem ist er Leiter des Solistenensembles der Gesangsabteilung, mit dem er regelmäßig repräsentative Opernproduktionen wie beispielsweise Mozarts „Zauberflöte“ und „Le nozze di Figaro“, Strawinskis "The Rake's Progress", Eggerts „Wir sind daheim“ und Rossinis „Il barbiere di Siviglia“ einstudiert und aufführt.
Von 2014 bis 2015 war er Rektor der Hochschule für Musik, und er war seit der Gründung in 2011 bis 2017 Mitglied des Leitungsgremiums des Gutenberg Lehrkollegs GLK.

Von 1974 bis 1977 war er Mitglied der Wiener Sängerknaben; seine musikalische Orientierung wurde in dieser Zeit wesentlich durch den inspirierenden musikalischen Leiter und Pädagogen des Instituts, Prof. Dr. Hans Gillesberger, beeinflusst.
Von 1979 bis 1981 studierte er Violoncello am Konservatorium der Stadt Wien, von 1981 bis 1983 folgten Studien zur Korrepetition bei David Lutz. Ein Jahr später legte er sein Abitur am Wiener Musikgymnasium ab.
Von 1982 (bereits während der Schulzeit) bis 1989 studierte er Orgel bei Prof. Leopold Marksteiner am Konservatorium der Stadt Wien, von 1985 bis 1989 Dirigieren bei GMD Reinhard Schwarz am Konservatorium der Stadt Wien - beide Studiengänge schloss er jeweils mit Auszeichnungen ab.
Er gewann als Organist den 1. Preis des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ in Österreich.

Bereits während seines Studiums war er als Musiker in Wien aktiv:
Von 1983 bis 1989 war er hauptamtlicher Organist der Pfarre St. Ulrich in Wien VII an einer A-Stelle, er spielte als Organist bei Konzerten im Wiener Musikverein, im Wiener Konzerthaus und bei Konzerten der Wiener Symphoniker, dem ORF-Sinfonieorchester, der NÖ Tonkünstler, dem Ensemble Mvsica Antiqva Wien (Leitung: René Clemencic) und der Wiener Bachsolisten.
Bis 1989 war er Korrepetitor der Gesellschaft der Musikfreunde (Wiener Musikverein) und des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, als musikalischer Assistent bei bedeutenden Dirigenten wie Herbert von Karajan, Horst Stein, Giuseppe Sinopoli, Lorin Maazel, Nikolaus Harnoncourt oder Seiji Ozawa tätig, außerdem als Organist und Korrepetitor bei den Salzburger Festspielen, den Berliner Festwochen und den Wiener Festwochen.

 

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