Anne Shih

Violine

“Anne Shih is an artist and musician of the first magnitude and her mastery of the violin, piano, and as a pedagogue is superb."

Anne Shih wurde 1968 in Edmonton, Alberta, Canada geboren. Das oben angegebene Zitat über sie stammt von dem legendären Josef Gingold, dem berühmten Musik-Professor der Indiana University School of Music. Diese Exzellenz ist das Kennzeichen ihrer Karriere geblieben.

Anne Shih ist die Älteste von drei Schwestern, die in einer Familie aufwuchsen, in der Musik geschätzt und geliebt wurde, in der es aber bislang keine Musiker gegeben hatte.

Mit fünf Jahren begann Anne Geige zu spielen, ohne Lehrer, es schien ihr ein natürlicher Prozess. Unterricht bekam sie erst zwei Jahre später. Ihre Schwestern, Patricia, leader des Borealis Streichquartetts, und Connie, Klavierbegleiterin von Stephen Isserlis und anderen, entfalteten ähnliche Talente als Wunderkinder.

Mit elf Jahren gab Anne ihr Konzert-Debut in Vancouver, ein Jahr später spielte sie bereits mit dem Calgary Philharmonic. Mit zehn Jahren bekam sie die ersten Klavierstunden und bewies sich auch da als Naturtalent und bereits nach achtzehn Monaten gewann sie die Hauptmedaille des Royal Conservatory of Music von British Columbia für das Examen. Später studierte sie mit dem bedeutenden Klavierpädagogen Lee Kum-Sing. In Nord Amerika, Europa und Asien gab sie öffentliche Konzerte, meisterhaft auf der Geige, der Viola und dem Klavier.

Als Geigerin und Pianistin war sie im Rundfunk und Fernsehen zu hören in Canada, USA, Korea und Europa. 1986 spielte sie mit ihren Schwestern in dem Dokumentarfilm „Which Way to Carnegie Hall ?“, der Film gewann die Goldmedaille beim International Film Festival von New York. Sie gewann den ersten Preis beim Seattle International junge Kuenstern Wettbewerb, beim Canadian Music Wettbewerb, und zweiten Preis beim CIBC Nationalwettbewerb.

Von 1986-91 studierte sie bei ihrem geliebten Mentor Joseph Gingold an der Indiana Universität, dann wurde sie seine letzte Assistentin. 1988 bekam sie den International Student Academic Achievement Award für hervorragende  scholastic performance . In Seattle und Europa arbeitete sie mit Denes Zsigmondy als seine Assistentin und bekam in Salzburg den Mozarteumspreis 1992.

1991, mit 22 Jahren, bekam sie einen Ruf als visiting Professor ans Oberlin Conservatory of Music. Danach wurde sie Chairperson des String Department der Lawrence University conservatory of Music.

Als eine der jüngsten C4 Professoren für Violine bekam sie 1997 einen Ruf an die Hochschule für Musik, Mainz. Dort lehrt sie immer noch. Sie war Direktorin und Dirigentin des Kammerensembles „International Strings“, und dirigierte auch das Hochschulorchester. Viele ihrer Studenten haben in Europa Preise bei internationalen Wettbewerben gewonnen. Sie haben erste Positionen in europäischen und asiatischen Orchestern. Ihre Studenten lehren erfolgreich in Hong Kong, Korea, Deutschland, Amerika, Kanada und Tschechien.

Anne lehrt und konzertiert auf etlichen Festivals, dem Casalmaggiore Festival,  dem Auer Musik Festival, den Holzhausener Musiktagen, dem Euro Arts Festival, dem Algonquin Musik Festival, dem Kincardine Musik Festival, und dem internationalen Beethovenfest in Bonn. Sie ist eine gesuchte Musik-Pädagogin und gibt Meisterkurse in Europa, Nordamerika und Asien.

In den 90er Jahren gründete sie zusammen mit Douglas Gowan die Wisconsin Virtuosi Artist Series in Milwaukee, die im historischen Pabst Theater konzertierten. Sie ist zurzeit künstlerische Direktorin der Norfolk Concerts in England, des Casalmaggiore International Festivals in Italien und der MING Connection Mainz e.V. und ist Jury-Mitglied internationaler Wettbewerbe. Sie leitet die Mainzer Virtuosi, die bereits internationale Aufmerksamkeit erregen.

Anne hat beachtliche Erfolge, etwa als Geigerin und Pianistin in einem Programm in Wigmore Hall, zusammen mit Raphael Wallfisch, Ruth Killius vom Zehetmair Quartett und ihrer Schwester Patricia, die leader des Borealis Quartetts ist. Diese bemerkenswerte Tour de force brachte ihr eine Einladung ein, später im Jahr alle Grieg Sonaten in Wigmore zu spielen.

Neuere Kritiken der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung beschrieben sie als "Phänomenal, Superstar, und Teufelsgeigerin."

Anne Shih spielt eine Geige von Giuseppe, filius Andreae Guarnerius von 1711.

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