*** Termin für die Abschlussfortbildung in Planung ***

Kunst, Musik und Sport zählen zu den wichtigsten Ausdrucksformen von Kindern und Jugendlichen. Die Lernvoraussetzungen in diesen Fächern sind oftmals sehr heterogen, worauf Lehrkräfte durch adaptiven Unterricht gezielt reagieren können. Zugleich lassen sich in einer zunehmend digitalisierten Bewegungs-, Gestaltungs- und Interaktionspraxis fachspezifische Kompetenzen auch mittels digitaler Technologien individuell fördern.

Ziel des Verbundprojektes „KuMuS-ProNeD“ ist es, ein integratives Gesamtkonzept für die Lehrkräftebildung zu etablieren, das adaptive, handlungsbezogene, digitale Innovationen in der Lehrkräftebildung in Kunst, Musik und Sport fördert.

Der Verbund aus insgesamt 16 Hochschulststandorten in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und NRW umfasst drei interdisziplinäre und phasenübergreifende Netzwerke: (1) Fortbildung, (2) Unterrichtsentwicklung und -beratung und den (3) Future Innovation Hub. Die Netzwerke sind durch den querliegenden Arbeitsbereich (4) Translation und Dissemination miteinander verbunden.

Auf Grundlage forschungsbasierter Fort-/Weiterbildungen, die sich an alle Schularten und Jahrgangsstufen richten, wird ein dezentrales Unterrichtsentwicklungskonzept zur fachlichen Integration gängiger digitaler Technologien ausgearbeitet. Hierbei werden mit Lehrpersonen zukunftsweisende Technologien für den KuMuS-Unterricht erprobt.

Das Projekt leistet damit einen Beitrag zur digitalen Transformation von Schule und Lehrkräftebildung.

Laufzeit: Juli 2023 – Februar 2026

Förderkennzeichen: 01JA23K05N

Digitale Medien sind im Kontext von Schule und Unterricht praktische Helfer, zugleich aber verändern sich Fachkulturen durch die Möglichkeiten digitaler Technologien auch auf inhaltlicher Ebene. Inwieweit dürfen, sollen oder können digitale Medien und Technologien den Unterricht in den Fächern Musik und Sport verändern? Das #forum3 des Projektes KuMuS-ProNeD bietet an einem Tag verdichtet, zukunftsgewandt und interaktiv einen Raum zum Austausch sowie Konzepte und Unterrichtsmaterial für die unterrichtliche Praxis.

  • In Impulsvorträgen geben Spezialist*innen Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung.
  • Ein Markt der Möglichkeiten zeigt Handwerkszeug, das direkt in der Praxis eingesetzt werden kann, bietet Raum für Diskussion und Erfahrungsaustausch und bringt spannende Akteur*innen zusammen. Sie können Setups für den Musikunterricht sowie VR-Anwendungen für den Sportunterricht direkt erproben und erhalten direkt einsetzbares Unterrichtsmaterial.
  • Eine abschließende Podiumsdiskussion führt Erfahrungen und Eindrücke zusammen und wagt einen Blick in die Zukunft.

Eingeladen sind Musik- und Sportlehrkräfte aller Schulformen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Ein Termin für die Abschlussfortbildung (voraussichtlich im Sommersemester 2026) ist aktuell in Planung.

Am Mittwoch, den 06. November 2024, findet das zweite partizipative Meeting von 09-13Uhr an der Hochschule für Musik Mainz und dem Institut für Sportwissenschaft Mainz statt. In diesem präsentieren und erproben wir Best-Practice-Beispiele für digital gestützten Unterricht in Musik und Sport anhand konkreter Unterrichtsvorhaben mit Lehrplanbezug, die direkt im eigenen Unterricht umgesetzt werden können.

Mit dem Ziel, unser Kick Off zu digital gestütztem Lehren und Lernen in Musik und Sport
fortzuführen und gemeinsam mit Lehrkräften unterrichtspraktisch zu konkretisieren, führen wir am 24.06. ein erstes partizipatives Meeting (#forum1) durch, das sich u.a. auf digitale Setups und VR in Musik und Sport fokussiert.

Hierbei werden zunächst Ergebnisse des Kick Off präsentiert und fachübergreifende sowie -spezifische Impulse gegeben. Dazu stellen wir Best-Practice-Beispiele inklusive Unterrichtsmaterial für digital gestützten Unterricht in Anbindung an den Lehrplan vor, die wir gemeinsam erproben und reflektieren werden. Abschließend findet ein Austausch zu Projektideen und Kooperationsmöglichkeiten statt.

Im Anschluss an die Veranstaltung werden weitere Unterrichts- und Arbeitsmaterialien und dazu passende Fortbildungs- und Erprobungsformate entwickelt, die Lehrkräfte ab dem kommenden Schuljahr in ihren Schulen bzw. in ihrem Unterricht nutzen können.

Ort: JGU Mainz / Institut für Sportwissenschaft (Gymnastikhalle)
Datum: Montag, 24. Juni 2024
Uhrzeit: 09:00Uhr – 13:00Uhr

Programm

08:30-09:00 Uhr: Get Together & Anmeldung

09:00-10:00 Uhr: Begrüßung & Fachübergreifende Impulse
– „Bedarfe und Gelingensbedingungen digitalen Lehrens und Lernens“
– „Deeper Learning – Konturen einer Pädagogik des digitalen Zeitalters“

10:00-10:15 Uhr: Pause

10:15-12:30 Uhr mit integrierter Pause: Fachspezifische Impulse und Sammlung von digitalisierungsbezogenen Projektideen und Wünschen zur Unterrichtsentwicklung (parallel stattfindend)
– Musik: digitale Setups in DJ-/VJ-Performances der populären Musik
– Sport: 360°Videos und VR-Technologie in kreativen Bewegungskontexten
– Ausarbeitung von Kooperationsmöglichkeiten

12:45-13:00 Uhr: Wrap Up & Ausblick

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Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine vom Pädagogischen Landesinstitut RLP akkreditierte Fortbildung (VA-Nr: 24ST020401).

Im ersten Netzwerk werden Fortbildungen konzipiert und unter anderem im Blended-Learning-Format umgesetzt. Dabei werden an den Standorten vorhandene Strukturen, Expertisen und Netzwerke genutzt. Für die Durchführung der Präsenzphasen stehen Lehr-Lernlabore, Maker Spaces, Living Labs, Digital.Performance-Räume und -LABs zur Verfügung. Die Einbindung von wissenschaftlicher Expertise im Fort- und Weiterbildungsbereich durch das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) erlaubt eine hohe Qualitätssicherung der zu erstellenden Rahmenkonzeption sowie deren Umsetzung.Netzwerk 2: Unterrichtsentwicklung und -beratung

Zur Unterrichtsentwicklung und -beratung wird ein standort- und schulartübergreifendes Netzwerk entwickelt. Dabei kooperieren Lehrkräfte, Akteur*innen postdigitaler (ästhetischer) Praxen mit Wissenschaftler*innen sowie Institutionen der Fort- und Weiterbildung. Gemeinsam gestalten sie ein forschungsbasiertes Angebot zur systematischen Beratung von Schulen im Sinne einer partizipativen Unterrichtsentwicklung durch schulübergreifende Lerngemeinschaften.Netzwerk 3: Future Innovation Hub

Das Netzwerk Future Innovation Hub nimmt postdigitale KuMuS-Praxen und Lernszenarien in den Fokus, die Lehrkräfte auf ein zukünftiges Unterrichten mit innovativen digitalen Technologien vorbereiten (z.B. Einsatz künstlicher Intelligenz, immersiver und virtueller Realitäten und Sensoren). Hierzu liegen innovative Prototypen an den jeweiligen Standorten vor, die mit Lehrkräften erprobt und partizipativ bedarfsgerecht in die Schulpraxis transferiert werden.

Quer zu diesen Netzwerken wird ein übergreifendes Translations- und Disseminationskonzept entwickelt und umgesetzt, um die resultierenden Beispiele und Forschungserkenntnisse adressatengerecht für die dritte Phase der Lehrkräftebildung aufzubereiten. Zudem sollen Netzwerkaktivitäten der beteiligten Lehrpersonen intensiviert werden, die einen länderübergreifenden Transfer der Erkenntnisse ermöglichen.

Wir freuen uns sehr, dass unser fächerübergreifendes Projekt zu Improvisation und KI in Musik- und Tanz-Performances vom Gutenberg Lehrkolleg (GLK) als innovatives Lehrprojekt gefördert wird! In diesem Lehrprojekt buchstabieren wir die Rahmungen von KuMuS-ProNeD standortspezifisch aus und präsentieren die Ergebnisse in Form einer Performance aus Musik, Tanz und Medienkunst am 06.09.24 im Philosophicum (P1). Save the date!

Folgend eine kurze Beschreibung des Lehrprojektes:

Die digitalisierte Welt von Schüler*innen wird sowohl durch Musik als auch Sport geprägt. Gleichzeitig verändern sich Gestaltungs- und Bewegungspraxen, die in der Kultur der Digitalität stattfinden. Eine Gemeinsamkeit der Praktiken liegt in generativen Prozessen wie der Improvisation, die im Lehrvorhaben unter Einbezug digitaler Technologien als künstlerische Interaktion zwischen Körpern, Klängen und Maschinen adressiert wird. Im Tanz spezifiziert sich digital gestützte Improvisation z.B. in Bewegungsimpulsen mittels Apps (Mr. Griddle), im Choreografieren auf Basis KI-generierter Ideen (Motionbank), in Bewegung mit VR sowie in kinästhetischen Körperdimensionen. In Musik konkretisiert sich digital gestützte Improvisation in Praktiken, in denen digitale Technologien und KI konstitutiv sind in Bezug auf Produktion (z.B. Sampling, Looping) und Transposition (bspw. VJing). Das beantragte Vorhaben hat die Verzahnung zweier Lehrveranstaltungen der Lehramtsstudiengänge Musik und Sport zum Ziel, bei der Studierende sport- und musikorientierte, digital gestützte Lehr- und Lernpraxen entwickeln, durchführen und evaluieren. Dies mündet in einer von (externen) Expert*innen prozessorientiert begleiteten Performance aus Tanz, Musik und Medienkunst, die Studierende mit Schüler*innen erarbeiten.

Zum Auftakt des Projektes laden wir am Donnerstagvormittag, den 30. November 2023, an die JGU in Mainz  ein.

Ziel des Kick Off ist es, Akteur*innen, die sich in Schule, Studium und Lehrkräftebildung dem digitalen Lehren und Lernen in Sport und Musik widmen (möchten), in einen Dialog zu bringen. Angesprochen sind damit u. a. Pädagogische Landesinstitute, Fach- und Schulleitungen, Studienseminare und Lehrkräfte.

Bei der Veranstaltung wird es darum gehen, aktuelle Bedarfe und Gelingensbedingungen digital gestützten Unterrichts in der Schule auszumachen und Potenziale und Herausforderungen zu diskutieren, die mit dem Lehren und Lernen mit digitalen Technologien einhergehen. So werden bspw. digitale Musik- und Sportpraxen im Kontext von Performance und Improvisation thematisiert, in denen digitale Technologien (bspw. KI) konstituierend sind.

Wir möchten diesen Austausch nutzen, um Netzwerke zu knüpfen, Kollaborationen zu initiieren und im Anschluss zukunftsweisende Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte zu entwickeln, die sinnvoll an bestehende Strukturen anknüpfen. Es ist uns dabei ein großes Anliegen, praxistaugliche Impulse zu geben und eine Unterrichtsentwicklung nachhaltig zu unterstützen, die Themen der Digitalität berücksichtigt. Hierbei freuen wir uns explizit über verschiedene Perspektiven, insbesondere von Lehrkräften selbst, die an Forschungs- und Entwicklungsprozessen partizipieren wollen.

Programm:

08:30-09:00 Uhr: Get Together & Anmeldung

09:00-10:00 Uhr: Begrüßung & Impulse

10:00-11:30 Uhr: World Café

11:30-12:00 Uhr: Pause

12:00-13:15 Uhr: World Café & Impulse

13:15-14:00 Uhr: Wrap Up

  • Zusammenfassung, Diskussion, Ausblick und Danksagung

Kick Off Forum „Digitale Praxis in Musik & Sport“ – JGU Mainz, 30.11.23 (Flyer)

Kick Off Forum „Digitale Praxis in Musik & Sport“ – JGU Mainz, 30.11.23 (Anschreiben)

Das Ziel von KuMuS-ProNeD ist die Etablierung eines integrativen Gesamtkonzepts für die Lehrkräftebildung. Hierfür werden Fortbildungsformate zum Einsatz digitaler Lernumgebungen und Unterrichtsszenarien zur Förderung von Handlungskompetenzen entwickelt, die charakteristische (post)digitale Praxen in Kunst, Musik und Sport initiieren, für Lehr-Lernprozesse nutzen und diese in Form kritischer Auseinandersetzung thematisieren.

Mögliche Lernumgebungen umfassen beispielsweise die Nutzung von Videoanalysen und -tutorials, der Einbezug von Apps, spezifische Devices, Social-Media und Blended-Learning.

Unter (post)digitaler Praxis fällt bspw. Songwriting, Producing, digitale bild- und klangkünstlerische Praxen, Multimediagestaltung, digitale körper- und bewegungsbezogene Selbstvermessung oder der Austausch fitness- und bewegungsbezogener Inhalte.

Das Vorhaben zielt insgesamt auf eine vielfältige, offen zugängliche, länderübergreifende und nachhaltige Nutzung der erzielten Ergebnisse. Es werden unterschiedliche Professionalisierungsszenarien und Formate in den Blick genommen, sodass Lehrkräfte im Umgang mit den vielfältigen Herausforderungen bei der Integration und Thematisierung digitaler Technologien im KuMuS-Unterricht unterstützt werden. Lehrkräfte professionalisieren so ihre Kompetenzen, um gängige und zukünftige digitale Technologien fachdidaktisch begründet zur adaptiven Förderung von fachlichen und digitalen Handlungskompetenzen nutzen zu können. Schüler*innen können dadurch in ihren individuellen, gerade in KuMuS-Fächern hochgradig heterogenen Dispositionen adaptiv gefördert werden.

Die Konzepte der Netzwerke werden in enger Abstimmung mit den jeweiligen Landesinstituten erarbeitet und die Materialien als OER (Open Educational Ressources) umgesetzt.

Im Rahmen einer kooperativen Herangehensweise arbeiten viele verschiedene Standorte der Fächer Kunst, Musik und Sport zusammen, die über mehrere Netzwerke verteilt sind. Diese Netzwerke ermöglichen eine effiziente Verteilung von Aufgaben und Ressourcen, um Synergien bestmöglich zu nutzen. Ein wichtiger Teil dieser Zusammenarbeit ist der regelmäßige Austausch von Informationen zwischen den beteiligten Partnern.Netzwerk 1: Fortbildungen

Im ersten Netzwerk werden Fortbildungen konzipiert und unter anderem im Blended-Learning-Format umgesetzt. Dabei werden an den Standorten vorhandene Strukturen, Expertisen und Netzwerke genutzt. Für die Durchführung der Präsenzphasen stehen Lehr-Lernlabore, Maker Spaces, Living Labs, Digital.Performance-Räume und -LABs zur Verfügung. Die Einbindung von wissenschaftlicher Expertise im Fort- und Weiterbildungsbereich durch das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) erlaubt eine hohe Qualitätssicherung der zu erstellenden Rahmenkonzeption sowie deren Umsetzung.Netzwerk 2: Unterrichtsentwicklung und -beratung

Zur Unterrichtsentwicklung und -beratung wird ein standort- und schulartübergreifendes Netzwerk entwickelt. Dabei kooperieren Lehrkräfte, Akteur*innen postdigitaler (ästhetischer) Praxen mit Wissenschaftler*innen sowie Institutionen der Fort- und Weiterbildung. Gemeinsam gestalten sie ein forschungsbasiertes Angebot zur systematischen Beratung von Schulen im Sinne einer partizipativen Unterrichtsentwicklung durch schulübergreifende Lerngemeinschaften.Netzwerk 3: Future Innovation Hub

Das Netzwerk Future Innovation Hub nimmt postdigitale KuMuS-Praxen und Lernszenarien in den Fokus, die Lehrkräfte auf ein zukünftiges Unterrichten mit innovativen digitalen Technologien vorbereiten (z.B. Einsatz künstlicher Intelligenz, immersiver und virtueller Realitäten und Sensoren). Hierzu liegen innovative Prototypen an den jeweiligen Standorten vor, die mit Lehrkräften erprobt und partizipativ bedarfsgerecht in die Schulpraxis transferiert werden.

Quer zu diesen Netzwerken wird ein übergreifendes Translations- und Disseminationskonzept entwickelt und umgesetzt, um die resultierenden Beispiele und Forschungserkenntnisse adressatengerecht für die dritte Phase der Lehrkräftebildung aufzubereiten. Zudem sollen Netzwerkaktivitäten der beteiligten Lehrpersonen intensiviert werden, die einen länderübergreifenden Transfer der Erkenntnisse ermöglichen.

Dieses Projekt wird unter Verwendung von finanziellen Ressourcen des Bundesministerium für ­Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMBFSFJ) unterstützt. Die Förderung erfolgt gemäß dem Förderkennzeichen 01JA23K05N.