Elisabeth Scholl

Gesang

Elisabeth Scholl begann ihre musikalische Laufbahn im Chor der Kiedricher Chorbuben und studierte nach dem Abitur zunächst Musikwissenschaft und Anglistik. Ihre bei Prof. Eduard Wollitz begonnene Gesangsausbildung ergänzte sie danach durch ein Studium der Alten Musik und historischer Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis (u.a. bei René Jacobs). Dort wurde Ihr Interesse an der Beschäftigung mit unveröffentlichten Musikhandschriften geweckt, die sie mit großer Begeisterung in Bibliotheken aufspürt, abschreibt und aufführt. Zahlreiche CD-Aufnahmen vom Frühbarock bis zur Romantik belegen ihre stilistische Vielseitigkeit.

Elisabeth Scholl ist bei vielen großen europäischen Festivals als Solistin eingeladen (Schleswig-Holstein Musik-Festival, Rheingau Musik Festival, Lufthansa Festival London, Festwochen Luzern, Festival van Vlaanderen, Händel-Festspiele in Halle, Göttingen und Karlsruhe, BBC Proms u.a.) und arbeitet mit Dirigenten wie René Jacobs, Jos van Immerseel, Frieder Bernius, Enoch zu Guttenberg, Bruno Weil, Nicholas McGegan, Sir Neville Marriner uvm. zusammen.

Neben ihrer Konzerttätigkeit gibt sie Liederabende und war u.a. am Aalto-Theater Essen (Gräfin in Mozarts Figaro, Caio in Vivaldis Ottone in villa), der Staatsoper Berlin (Haydn, Il mondo della luna) und der Vlaamse Opera in Gent (Mozart, Donna Elvira) als Gast engagiert.

Als Professorin für Barockgesang unterrichtete sie seit 2009 an der Hochschule für Musik in Nürnberg. Daneben hatte sie 2016-2017 einen Lehrauftrag an der HfM Weimar inne. Seit dem Sommersemester 2018 ist sie Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik Mainz.

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