Veranstaltungen

Mit mehr als 240 Veranstaltungen im Jahr gehört die Hochschule für Musik zu den größeren Konzertveranstaltern der Rhein-Main Region. In Orchester- und Kammermusikkonzerten, Opernprojekten, Jazzkonzerten, Vortragsabenden, Prüfungskonzerten, Antritts- und Dozentenkonzerten präsentieren sich Studierende und Lehrende der Hochschule der Öffentlichkeit. Höhepunkte der Konzertaktivitäten sind Opernaufführungen unter professionellen Rahmenbedingungen, die in Kooperation mit den Musiktheatern in Rheinland-Pfalz realisiert werden, sowie die vielseitige sommerliche Festivalreihe "MainzMusik".

9. Mainzer Musikdozentur 2019

"Debussy neu gelesen"
Vortrag von Prof. Bernd Goetzke mit musikalischem Begleitprogramm

Nichts hält sich länger als bedenkenlos tradierte Vorurteile und bereitwillig gepflegte Klischees. Auch 100 Jahre nach seinem Tod wird Debussy gerne noch vorschnell mit den gängigen Etiketten des Impressionisten oder musicien français versehen. Wurde letzteres zur Signatur des Komponisten, mit der er in seinen letzten Lebensjahren und in den Wirren des ersten Weltkriegs seine Kompositionen unterzeichnete, so war ihm seine Kennzeichnung als Impressionist zeitlebens verhasst. Er selbst sah seine schönste Fähigkeit im Finden „unverbrauchter Arten von Klangzusammenstellungen“, doch Debussys Briefe an seine Verleger, die nun erstmalig in einer ebenso lebendigen wie präzisen deutschsprachigen Übersetzung vorliegen, spiegeln auch seine Zerrissenheit als Komponist im Paris des Fin de Siècle inmitten eines überbordenden wagnérisme wider.
Zugleich zeichnen die rund 450 Briefe und ihre reichhaltige Kommentierung durch Bernd Goetzke, der diese Briefe nun erstmals ins Deutsche übersetzt hat, auch die enormen Widersprüchlichkeiten dieser Künstlerexistenz nach und beleuchten die Dramen des wechselvollen Privatlebens Debussys, der sich auch als bissig-ironischer Kommentator des Zeitgeschehens und seiner Komponistenkollegen hervortut. Er galt schon seinen Freunden als „ein Liebhaber des Paradoxen“. Die Sammlung dieser sprachlich kurzweilig zu lesenden und über die Person hinaus die gesamte Epoche erhellenden Briefe erstreckt sich über einen Zeitraum von 25 Jahren. Sie erscheint folglich als eine „authentische Variante einer Autobiographie“ – so Bernd Goetzke, für den Debussy nach wie vor zu den am meisten missverstandenen Komponisten zählt.
Bernd Goetzke wird Debussys Schaffen und Wirken ebenso beleuchten wie sein Selbstverständnis als Komponist im Kontext seiner Zeit. Thematisiert werden die Widersprüchlichkeiten seines Lebens, sein Verhältnis zu seinen Frauen, seiner Familie, seinen Freunden, den Deutschen und seine eigene Sicht und Einordnung der Musikgeschichte. Auf der Reise in Debussys Welt besteht somit die Gelegenheit, ältere wie neuere Annahmen und Einsichten in ein kritisches Licht zu setzen.

Bernd Goetzke

Kenner der französischen Musikkultur, lehrt als Professor für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie weltweit in Meisterkursen; Schüler von Arturo Benedetti Michelangeli, bezeichnet er Debussy und Beethoven als die „Brennpunkte“ seines Repertoires. Zu seiner Biographie gehört die Verwurzelung in der französischen Kultur, Sprache und Musik von Jugend an.
„Briefe an seine Verleger“, übersetzt und herausgegeben von Bernd Goetzke, erschienen 2018 im Olms-Verlag Hildesheim.

 

 

DEBUSSY – neu gelesen

Nach langjähriger Arbeit hat Bernd Goetzke die deutsche Erstübersetzung von ca. 500 Briefen Claude Debussys vorgelegt, die die enormen Widersprüchlichkeiten dieser Künstlerexistenz beleuchten sowie die Dramen des wechselvollen Privatlebens Debussys, der sich auch als bissig-ironischer Kommentator des Zeitgeschehens und seiner Komponistenkollegen hervortut. Er galt schon seinen Freunden als „ein Liebhaber des Paradoxen“. Die Sammlung dieser sprachlich kurzweilig zu lesenden und über die Person hinaus die gesamte Epoche erhellenden Briefe erstreckt sich über einen Zeitraum von 25 Jahren und erscheint als eine „authentische Variante einer Autobiographie“ – so Bernd Goetzke, für den Debussy nach wie vor zu den am meisten missverstandenen Komponisten zählt.
Bernd Goetzke lehrt als Professor für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie weltweit in Meisterkursen; Schüler von Arturo Benedetti Michelangeli, bezeichnet er Debussy und Beethoven als die „Brennpunkte“ seines Repertoires. Zu seiner Biographie gehört die Verwurzelung in der französischen Kultur, Sprache und Musik von Jugend an.
Briefe an seine Verleger, übersetzt und herausgegeben von Bernd Goetzke, erschienen 2018 im Olms-Verlag Hildesheim. „Die Übersetzung ist kongenial“ (DIE ZEIT, 22. 11. 2018)

Die Mainzer Musikdozentur wird in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur veranstaltet.

 

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BAROCK VOKAL – Alessandro Stradella: San Giovanni Battista

wikimedia.commons


Konzertante Aufführung

BAROCK VOKAL - Kolleg für Alte Musik an der HfM Mainz
Artist in Residence: Michael Schneider

Solistinnen und Solisten von BAROCK VOKAL
Neumeyer Consort
Leitung: Michael Schneider

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Leben des Komponisten Alessandro Stradella war so bewegt und legendenumwoben, dass er selbst zur Opernfigur wurde. Seine eigenen Werke fristeten allerdings lange ein Schattendasein – wogegen Barock Vokal im Landesmuseum ein klingendes Zeichen setzt. Konzertant kommt am 22. Juni das Oratorium "San Giovanni Battista" zur Aufführung, ein Werk über das Leben und Sterben Johannes des Täufers, dessen menschliche Seite in diesem barocken Gewand besonders zum Tragen kommt. Wie auch später bei "Salome" von Richard Strauss erleben wir den vergeblichen Versuch des Propheten, am Hofe des Königs Herodes für Gottesfurcht zu sorgen; auf Betreiben der schönen Tochter Salome kostet dies Johannes den Kopf.

Mit Michael Schneider musizieren die Solistinnen und Solisten von Barock Vokal sowie das Neumeyer Consort mit einem der profiliertesten Dirigenten im Bereich der Barockmusik und Frühklassik.

Besetzung:
San Giovanni: Álvaro Tinjacá-Bedoya (Countertenor)
Consigliere: Sen Wang (Tenor)
Salome (Figlia): Yuliya Poleshchuk (Sopran)
Herodias (Madre): Ruth Katharina Peeck (Mezzosopran)
Herodes: Doheon Kim (Bass)

 

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Mainz bleibt Mainz, wie es singt und klingt – Musikalische Prunksitzung

Donnerstag, 21. Februar | 19:33 Uhr | Roter Saal, HfM Mainz

Studierende des Theorie-Kurses Instrumentation (Klasse Christopher Scheuer) und des Repertoire-Kurses (Klasse Markus Hertwig)

Die Abteilung Schulmusik unserer Hochschule bietet zur nächsten Fastnachts-Hoch-Zeit eine Veranstaltung der besonderen Art an:

Aufgeführt werden bekannte Mainzer Fastnachtslieder zum Mitsingen sowie einige Überraschungen: Bearbeitungen, Neukompositionen und Mitmach-Stücke rund um das Thema Fastnacht mit der tatkräftigen Unterstützung eines Studierenden-Ensembles unter der Leitung von Markus Hertwig und Stefan Grefig.

Eintritt frei. Verkleidung erwünscht!


Foto: mainzplus CITYMARKETING GmbH / FotoFarmer

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BAROCK VOKAL – Bach zweimal hören mit Andreas Scholl

Projekt1Am 5. August 2015 führt BAROCK VOKAL im Rahmen des Rheingau Musik Festivals zusammen mit dem Kolleg für Alte Musik an der HfM Mainz und dem Neumeyer Consort zwei Kantaten von Bach auf:
"Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust" BWV 170 und "Herr, gehe nicht ins Gericht" BWV 105. Von Wolf Wondratschek werden Betrachtungen zum Thema Kantate zu hören sein.
Das Konzert wird um 19:30 Uhr in der Lutherkirche Wiesbaden stattfinden.

Opernwerkstatt „Singing Summer“: Il barbiere di Siviglia

Plakat Singing Summer_als BildZum dritten Mal bietet die Internationale Sommerschule „Singing Summer“ an der Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) im Rahmen einer Opernwerkstatt jungen Studierenden die Möglichkeit, in szenischen und musikalischen Proben ein zentrales Werk des Opernrepertoires kennenzulernen und auszuprobieren.

In diesem Jahr tauchen die jungen Sängerinnen und Sänger im Laufe einer Woche unter der professionellen Anleitung von Regisseur Peer Boysen in die Welt von Gioacchino Rossinis „Il barbiere di Siviglia“ ein. Dabei gibt es viel zu entdecken in dieser turbulenten Oper aus dem Jahr 1816 – und vor allem genau zu lesen. Wie stehen die Figuren zueinander und welche Hinweise liegen in der Musik versteckt?

Als Gesangscoaches begleiten die Professorin und Künstlerische Leiterin Claudia Eder sowie Prof. Thomas Dewald und Hans Christoph Begemann die Einstudierung der Partien. Die musikalische Leitung obliegt Christian Rohrbach, der außerdem junge Dirigenten und Korrepetitoren anleitet, wie Probenprozesse am Theater funktionieren. Gesungen wird auf Italienisch, gesprochen auf Deutsch – eine Herausforderung vor allem für die Gäste aus Amerika.

Auftakt einer intensiven „Singing Summer“-Probenwoche an der Hochschule für Musik Mainz: Junge Sängerinnen und Sänger im internationalen Austausch (Foto/©: Hochschule für Musik Mainz)
Auftakt einer intensiven „Singing Summer“-Probenwoche an der Hochschule für Musik Mainz: Junge Sängerinnen und Sänger im internationalen Austausch (Foto/©: Hochschule für Musik Mainz)

In kreativer Probenatmosphäre erarbeiten die Studierenden der Sparten Gesang, Dirigat, Korrepetition und Regie in den kommenden Tagen gemeinsam diverse Szenen aus Rossinis komischer Oper. Ein straffer Stundenplan steht allen Teilnehmern in dieser Woche bevor.

Sonntag, 20. September | 11:00 Uhr | Roter Saal
Matinee
Gioacchino Rossini: „Il barbiere di Siviglia”
Musik und Gespräche zu „Il barbiere di Siviglia“
Mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Internationalen Sommerschule „Singing Summer“.
Musikalische Leitung: Christian Rohrbach
Regie: Peer Boysen
Moderation: Prof. Dr. Karl Böhmer

Semesterabschlusskonzerte der Jazz-/Popabteilung an der Hochschule für Musik Mainz

Achtung Aufnahme Jazz

Teil 1 am 12. Juli / Teil 2 am 19. Juli | jeweils um 17:00 Uhr | Eintritt frei

Zum Abschluss des Sommersemesters veranstaltet die Abteilung für Jazz- und Populäre Musik der Hochschule für Musik Mainz wieder ihre legendären Konzertabende.

Bei gutem Wetter wird Open Air im Hof, bei schlechtem oder unsicherem Wetter im Roten Saal der Hochschule für Musik Mainz gespielt. Da die Konzerte erfahrungsgemäß sehr gut besucht sind, empfiehlt sich ein rechtzeitiges Eintreffen.

Wie immer gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Bands und Ensembles zu hören, neben dem akustischen ist auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Weiterlesen "Semesterabschlusskonzerte der Jazz-/Popabteilung an der Hochschule für Musik Mainz"

„Kunst, heute – postzivilisatorische Provokationen und ästhetische Abwägungen“ (Vortrag von Hans Ulrich Reck)

Auf Einladung von Prof. Peter Kiefer, Abteilung Klangkunst der Hochschule für Musik, in Kooperation mit der Kunsthochschule Mainz, Prof. Dieter Kiessling, ist der Kunst- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Hans Ulrich Reck mit einem Vortrag zu Gast.
7. Juli 2015, 18:30 Uhr, Hörsaal Kunsthochschule Mainz, Am Taubertsberg 6, 55122 Mainz

„Kunst, heute – postzivilisatorische  Provokationen und ästhetische Abwägungen“

Ist es nicht so, dass die kritische-utopischen Kräfte der Künste heute stark gefährdet sind. Ja, gar gefesselt erscheinen. Nicht zuletzt sind zumindest Teile dieser Funktionen in andere Bereiche abgewandert, zum Teil sogar in die bisher in solcher Hinsicht schlecht angeschriebenen, ja geradezu verpönten Massenmedien.
Wie wäre eine Selbstkritik der Künste heute neu zu denken? Können daraus Perspektiven für gewandeltes poetisches, diverses Arbeiten gewonnen werden?

Prof. Dr. Hans Ulrich Reck ist Professor für Kunstgeschichte im medialen Kontext und seit April 2014 Rektor der Kunsthochschule für Medien Köln, einer seit Gründung vor 25 Jahren weltweit anerkannten Modellhochschule für Kunst und Medien. Der aus der Schweiz stammende Philosoph und Medientheoretiker ist bekannt als begnadeter Redner und scharfer Denker. Zentral sind seine Erkenntnisse zum Spannungsfeld zwischen Kunst, Medien und visueller Kultur, zur Kunst als Medientheorie und zum Begriff Traum.

Weitere Informationen: www.khm.de/kmw/reck/ und www.khm.de/audiolectures/

Orgelkonzert mit Guy Bovet am 26. Juni

Prof. Guy Bovet spielt und kommentiert spanisches und lateinamerikanisches Orgelrepertoire des 16. und 17. Jahrhunderts.

Spanische Orgel in der HfMIm Rahmen des Wissenschaftlichen Kolloquiums „Vokalpolyphonie in der Neuen Welt. Musikalische Austauschprozesse zwischen Europa und Lateinamerika im 16. und 17. Jahrhundert““ wird Guy Bovet (Basel) an der spanischen Barockorgel in der Hochschule für Musik Mainz ein Gesprächskonzert mit Werken von Francisco Correa de Arauxo, Fray Juan Bermudo, Komponisten der Schule von Domenico Zipoli und anderen geben.

Weiterlesen "Orgelkonzert mit Guy Bovet am 26. Juni"

Musik-Theater-Performance: Will Shakes am 7. / 8. / 11. und 14. Juli

Veranstalter: Abteilung Theaterwissenschaft der JGU in Kooperation mit der HfM Mainz

Dienstag, 07. Juli | 20:00 - 22:00 Uhr | P1 am Campus
(Philosophicum, Campus JGU Mainz, Jakob-Welder-Weg 18-22, 55128 Mainz)
Weitere Vorstellungen am 08., 11. und 14. Juli.
Weitere Informationen unter www.will-shakes.de

Szenisches Projekt
der Theaterwissenschaft an der JGU und der HfM Mainz

Will Shakes„Who WILL believe my verse in time to come?”

Im Zeitalter von Botox, Facebook und Partyexzessen haben Shakespeares Sonette offensichtlich ihre Relevanz verloren. Oder vielleicht doch nicht?

Diese Überlegung bildet die Grundlage für die Arbeit des diesjährigen Szenischen Projekts der Theaterwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Studierenden befassen sich auf ihre ganz eigene Art mit den weniger populären lyrischen Werken des Poeten und erarbeiten selbst eine Inszenierung, die gleichermaßen das Bild einer Generation widerspiegelt, welche sich durch permanente Selbstdarstellung und das Leben für den Moment auszeichnet.

Oft verstecken wir unser Selbst hinter Masken. Was ist wirklich echt und was nur gespielt? Geheimnisvolle Besucher begegnen einander auf einem Maskenball und enthüllen langsam ihre wahren Gesichter. Wer oder was verbirgt sich wohl dahinter? Welche Probleme beschäftigen uns und welche Werte vertreten wir noch, wenn die Oberflächlichkeit regiert? Was bleibt, wenn die Schönheit doch am Ende vergeht und der Zeit zum Opfer fällt?

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