Gastkonzert: En sol – Musique pour le Roi-Soleil

Samstag, 25. Juni 2016 I 19:30 Uhr I ESG-Kirche

DAS KONZERT MUSSTE LEIDER ABGESAGT WERDEN! WIR BITTEN UM IHR VERSTÄNDNIS.

(Foto: Birgit Meixner)

Rebecca Maurer, Cembalo & Moderation

Werke von Jean-Henry D’Anglebert, Louis & François Couperin, Gaspard Le Roux, Élisabeth-Claude Jacquet de La Guerre, Joseph-Nicolas-Pancrace Royer

Auffallend viele Kompositionen, die am Hofe des Sonnenkönigs - des „Roi-Soleil“- entstanden sind, stehen in der Tonart g-Moll -„en sol mineur“. Zufall? „Möglicherweise nicht“ meint Rebecca Maurer, „betrachtet man schon allein die Mehrfachbedeutung des Wortes „sol“ als der lateinischen Wurzel des Wortes Soleil (Sonne), als der alchemistischen Bezeichnung für Gold, sowie als der im
romanischen Sprachraum gebräuchlichen Bezeichnung für den Ton „g“. Natürlich war das Spiel mit der einem Begriff innewohnenden Symbolik zur Zeit Ludwigs XIV. an sich nichts Neues. In Bezug auf „sol“ und den „Roi-Soleil“ könnte jedoch ein besonderes Programm dahinterstecken, das so subtil ist, dass es sich nicht ohne weiteres offenbart: „en sol mineur pour le Roi-Soleil“...“.
Sol mineur - eine Art musikalische Chiffre des Sonnenkönigs? Für Rebecca Maurer künstlerische
Fragestellung und Herausforderung zugleich, den Kosmos der Tonart g-Moll mit Cembalowerken aus dem musikalischen Umfeld von Louis XIV. zu porträtieren.

Mit ihrem Album „En sol – Musique pour le Roi-Soleil“ erhielt Rebecca Maurer Nominierungen sowohl für den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ (4/2015) wie auch für den International Classical Music Award (ICMA) 2016.

 

Pressestimmen zu „En sol – Musique pour le Roi-Soleil“

  • „Die Farbigkeit und volltönende Klangschönheit dieses Instruments ist kaum mit Worten zu beschreiben. Alles glänzt golden.“ (RBB Kultur, CD-Tipp)
  • „Damit sind alle Voraussetzungen erfüllt für ein fesselndes Konzert. Rebecca Maurer ... legt hier eine sehr interessante, Gedanken anregende und musikalisch überzeugende Aufnahme vor.“ (Toccata – Magazin für Alte Musik 1/2016)
  • „Ein Programm voller Überraschungen und Kontraste, schlüssig konzipiert und mitrei-ßend musiziert. Die neue CD von Rebecca Maurer ist ein großer Wurf – und eine wun-derbare Werbung für das Cembalo. Eine mitreißende Aufnahme.“ (WDR 3 TonArt, CD-Tipp)


Zur Künstlerin
Auf Cembalo wie Hammerklavier gleichermaßen be-heimatet, ist Rebecca Maurer gern gesehener Gast bei internationalen Festivals, wobei v.a. ihre Ge-sprächskonzerte im deutschen wie im angelsächsi-schen Sprachraum auf große Resonanz stoßen. Ne-ben ihrer solistischen Tätigkeit arbeitet Rebecca Mau-rer vermehrt auch als Continuospielerin mit Sir Roger Norrington zusammen. 2001-2003 vertrat sie die Pro-fessur für das Fach Cembalo an der Staatlichen Hoch-schule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, 2004 referierte sie auf Einladung der Bate Collection, Oxford University über Historische Tasteninstrumente. Auf Einladung verschiedener Musikhochschulen leitet sie Meisterkurse für Cembalo und Hammerklavier (Royal College of Music London, Uni-versität für Musik und Darstellende Kunst Wien, Hochschule für Musik Nürnberg u.a.). Als Spezialistin für historische Aufführungspraxis arbeitet Rebecca Maurer im Auftrag des Bärenreiter Verlags an einer neuen Urtext-Edition der Klaviersonaten Joseph Haydns mit. Waren schon ihre ersten beiden Solo-CDs von der internationalen Kritik gefeiert worden, so wurde ihre neueste CD „En sol – Musique pour le Roi-Soleil“, einge-spielt auf dem „goldenen“ Ruckers Cembalo des Musée d’art et d’histoire Neuchâtel, sowohl für den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ (4/2015) wie auch für den Inter-national Classical Music Award (ICMA) 2016 nominiert. Rebecca Maurer studierte Kla-vier, Cembalo und Hammerklavier in Freiburg und Amsterdam, sowie als Stipendiatin der Cornell University in den USA. 2013 wurde Rebecca Maurer mit einem Kulturförderpreis der hibou-Stiftung (Schweiz) ausgezeichnet.