Opernprojekte

Igor Strawinsky: The Rake's Progress (WS 2017/2018)

Eine Serie von acht satirisch-gesellschaftskritischen Kupferstichen des englischen Zeichners William Hogarth, „Der Werdegang eines Wüstlings“, inspirierte Igor Strawinsky bei einem Ausstellungsbesuch im Chicago Art Institute im Juni 1947 zur Komposition seiner einzigen abendfüllenden Oper. Gemeinsam mit seinen Librettisten W. H. Auden und Chester Kallman schuf Strawinsky eine mit schwarzem Humor gespickte Komödie, die episodisch die zweifelhafte Karriere eines Tunichtguts erzählt. „Lasst uns zu den alten Meistern zurückkehren, und es wird ein Fortschritt sein!“, sagte Strawinsky und komponierte eine neoklassizistische und rhythmisch komplexe Nummernoper.

Musikalische Leitung: Prof. Wolfram Koloseus
Inszenierung: Christiane Lutz
Bühne: Christian Tabakoff
Kostüme: Natascha Maraval
Künstlerische Gesamtleitung: Prof. Thomas Dewald

Mit Solistinnen und Solisten der Gesangsklassen und dem Orchester der Hochschule für Musik Mainz
In Zusammenarbeit mit dem Theater Rudolstadt.

Vorstellungen in Mainz:

(Anmeldungen ab dem 6. November möglich. Falls keine Karten mehr buchbar sind, ist die Vorstellung ausgebucht. Restkarten kurzfristig nach Verfügbarkeit.)

Montag, 20. November 2017 | 18 Uhr (!) | Roter Saal (Öffentliche Generalprobe)
Mittwoch, 22. November 2017 | Roter Saal (Premiere)
Freitag, 24. November 2017 | Roter Saal
Die Vorstellungen am Donnerstag, 23. November 2017 und Samstag, 25. November 2017 müssen aus organisatorischen Gründen leider entfallen. Wir bedauern dies sehr.

 

 

Die Anmeldung ist ab dem 06. November hier möglich!

Vorstellungen in Rudolstadt ab dem 10. Februar 2018.

 

Gioacchino Rossini: Il barbiere di Siviglia (SoSe 2016)

„Man hat es mit einer Serie von erbärmlichen, widerlichen Intrigen zu tun, die allesamt misslingen, angeführt von einem schmierigen Hochstapler namens Figaro, angesiedelt in einer durch und durch verdorbenen Gesellschaft, die von Korruption und vom Geld regiert wird, wo jeder jeden bespitzelt und denunziert.“ So schonungslos beschreibt Peer Boysen den „Barbier von Sevilla“. Pünktlich zum 200. Geburtstag des Opernschlagers zeigt Boysen mit jungen Stimmen der Mainzer Musikhochschule einen „Barbier“ der rasiermesserscharfen Pointen. Dabei hilft ihm die früheste deutsche Übersetzung des Grazers Ignaz Kollmann von 1819. Kollmanns deutsche Dialoge und Rossinis italienische Arien ergeben einen „Barbier“, der „gar keine komische Oper ist“, wie schon Rossinis erster Biograph Stendhal meinte. (Text: Prof. Dr. Karl Böhmer)

Musikalische Leitung: Prof. Wolfram Koloseus 
Regie und Ausstattung: Peer Boysen
Künstlerische Gesamtleitung: Prof. Thomas Dewald
Orchester der Hochschule für Musik
mit Solistinnen und Solisten der Gesangsklassen der Hochschule für Musik Mainz:

Figaro: Sebastian Kunz
Almaviva: Keonwo Kim
Bartolo: Stefan Keylwerth
Rosina: Rebekka Stolz / Jina Oh
Basilio: Sandor Puskas / Lukas Eder
Marzelline / Berta: Ileana Geneva / Maria Dehler
Ambrosio / Offizier: Lukas Eder / Sandor Puskas

Eine Kooperation mit dem Theater Rudolstadt und der styriarte Graz.

Vorstellungen in Rudolstadt: 19. Februar – 1. März;
Karten unter www.theater-rudolstadt.de

Vorstellungen in Mainz:


Dienstag, 12. April | 19:00 | Roter Saal | Öffentliche Generalprobe
Reservierung (Ausgebucht!)
Donnerstag, 14. April | 19:30 | Roter Saal | Premiere
Reservierung (Ausgebucht!)
Samstag, 16. April | 19:30 | Roter Saal
Reservierung (Ausgebucht!)
Sonntag, 17. April | 19:30 | Roter Saal
Reservierung (Ausgebucht!)

Eintritt frei. Spenden erbeten.

Alessandro Scarlatti: Die Irrungen der Liebe (WS 2015/2016)

Rosenmontag 1679 in Rom: Die Schweizergarde rückt aus, um eine ausverkaufte Oper vor den wildgewordenen Fans zu schützen. Denn die Melodien des Sizilianers Alessandro Scarlatti machen die Römer süchtig, und Papst Innozenz XI. ist ein erklärter Feind des Musiktheaters. Also kommt es zum Skandal, der Scarlatti über Nacht berühmt macht. Der Komponist ist zwar erst 18 Jahre alt, doch schon Vater geworden. Nun schickt er sein erstes Opernkind auf die Reise durch die Opernhäuser Europas: „Die Irrungen der Liebe“ erzählt von Zwillingsbrüdern, die voneinander nichts wissen, sich aber in dieselbe Frau verlieben. Dies führt zur Komödie der Irrungen im Schäferland und zur Erfindung des Belcanto im Rom des Barock. Scarlattis Vier-Personen-Stück war die bei weitem erfolgreichste italienische Oper vor 1700 – höchste Zeit, sie in den Formen von Heute wieder zu beleben. (Text: Prof. Dr. Karl Böhmer)

Hier der Link zur Stückkarte des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Foto: Sven-Helge Czichy

Besetzung

Musikalische Leitung Christian Rohrbach
Inszenierung & Bühne Peer Boysen
Kostüme Elisabeth Richter

Clori, Nymphe, Geliebte des Eurillo Ruth Katharina Peeck
Lisetta, Schwester der Clori, heimlich in Eurillo verliebt Saem You
Eurillo, Schäfer, Geliebter der Clori Nikolaus Pfannkuch
Armindo, Schäfer, der dem Eurillo ähnlich sieht und später als sein Zwillingsbruder erkannt wird Jonas Boy

Solistinnen und Solisten der Hochschule für Musik Mainz und von BAROCK VOKAL – Kolleg für Alte Musik an der HfM Mainz
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Termine

Sonntag, 01. November | 16:00 Uhr | Kleines Haus - Premiere
Karten
Donnerstag, 12. November | 19:30 Uhr | Kleines Haus
Karten
Donnerstag, 19. November | 19: 30 Uhr | Kleines Haus
Karten
Samstag, 28. November | 19: 30 Uhr | Kleines Haus
Karten
Sonntag, 06. Dezember | 19: 30 Uhr | Kleines Haus
Karten

Mit dieser Produktion startet die feste Kooperation „Junge Oper am Staatstheater Wiesbaden“ zwischen dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden und der Hochschule für Musik. Qualifizierte Gesangsstudierende sowie Kollegiatinnen und Kollegiaten des Exzellenzprogramms BAROCK VOKAL erhalten die Möglichkeit, im Rahmen dieser Kooperation in Produktionen des Staatstheaters Wiesbaden auch als Protagonisten auf der Bühne zu stehen, darüber den Berufsalltag kennen zu lernen und unter professionellen Rahmenbedingungen Bühnenerfahrung zu sammeln.