Rezeption und Kulturtransfer. Deutsche und französische Musiktheorie nach Rameau

Ein Symposium am Sonnabend, 28. September 2013, 10 bis 18 Uhr, Hochschule für Musik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Geschichte der Rameau-Rezeption in Deutschland ist eine Geschichte der Missverständnisse. Eine bedeutende Rolle spielt in diesem Kontext die Aneignung von Terminologie, aber auch die deutsch-französische Sprachbarriere, die trotz der Gültigkeit des Französischen als lingua franca des 18. Jahrhunderts im Bereich des fachlichen Austauschs deutlich wird. Der deutsch-französische Kulturtransfer des 18. Jahrhunderts scheint dabei im Bereich der Musiktheorie ein einseitiger zu sein: Deutschsprachige Arbeiten werden in Frankreich nicht oder kaum zu Kenntnis genommen.

Im Rahmen eines Symposiums soll dieses Problemfeld interdisziplinär aufgearbeitet werden; eine wichtige Rolle soll dabei die Frage der sprachlichen Vermittlung spielen: Auf welchen Ebenen war im 18. Jahrhundert der interkulturelle Transfer epoche- und stilbildender Strömungen wirksam? Inwiefern haben sich in der fundamentalen Änderungen unterworfenen Landschaft der Musiktheorie Muster und Traditionen voneinander entkoppelt und innerhalb der Sprachgrenzen selbständig weiterentwickelt? Welche Beziehungen gab es zwischen Sprachgebrauch und Herausbildung des vor allem fachlichen Wissens, und wie wurde dieser Wissensstand im musiktheoretischen Diskurs und durch ihn verarbeitet? Und schließlich: Welche Bilder von Rameau – als später Apologet der Règle de l’Octave einerseits, aber auch als moderner Philosoph im Diskurs mit den Enzyklopädisten andererseits – verfestigen sich innerhalb der Rezeptionsgeschichte?

Ein Forschungsprojekt der Hochschule für Musik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

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